Auszug aus dem Originaltext
von Andrej Bitow
Preisträgerin 2005   Originaltext übersetzt   zurück
Rosemarie Tietze

"Uns hat seit den unbefangensten Kinderzeiten stets beschäftigt, wo sich der Autor versteckt hielt, als er die Szene belauerte, die er beschreibt. Wo hat er sich so unauffällig plaziert? In der für uns beschriebenen Szenerie gibt es stets einen dusteren Winkel mit abgestoßener Truhe oder einem Schrank, der ausrangiert und in die Diele hinausgestellt wurde, und dort steht er nun, so unauffällig und unnütz wie der Autor, der quasi alles mit eigenen Augen gesehen hat, bloß vor uns geheimhält, wo diese seine Augen sich befanden … Dort steht er, den Rock hoch geschlossen, konturenlos und unsichtbar wie ein japanischer Ninja, ohne zu schnaufen oder sich die Füße zu vertreten, um ja nichts zu verpassen von dem Geschehen in dem fremden Leben, das sich nicht vor ihm verbirgt, aus Vertrauensseligkeit oder Schamlosigkeit oder aus Gewohnheit und Verachtung für ihn."

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